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Courage

Georg Christof Lichtenberg was a small man, witty, mathematican and physicist, philosopher, 18th century. He kept “Sudelbücher”, “waste books”, where he put notices, anything that came to his mind. I do not know whether there is an english edition, I would be a hard task to translate his thoughts.

He talks in the cited text about courage and in the following paragraph about faith. I try to give this second paragraph:

“It is strong loss for the single human being, when it lost the conviction of the existence of a wise being gubernating the world. I believe this is a necessary result of all study of philosophy and nature. One does not loose the belief in a god, but it is not anymore the helpful god of our childhood; it is a being whose ways are not our ways and whose thoughts are not our thoughts – and that is no help for the helpless.”

[“Eine der schwersten Künste für den Menschen ist wohl die sich Mut zu geben. Diejenigen, denen er fehlt, finden ihn am ersten unter dem mächtigen Schatten eines der ihn besitzt, und der uns dann helfen kann, wenn alles fehlt. Da es nun so viele Leiden in der Welt gibt, denen mit Mut entgegen zu gehen kein menschliches Wesen einem schwachen Trost genug geben kann, so ist die Religion vortrefflich. Sie ist eigentlich die Kunst sich durch Gedanken an Gott ohne weiter andere Mittel Trost und Mut im Leiden zu verschaffen und Kraft demselben entgegen zu arbeiten. Ich habe Menschen gekannt, denen ihr Glück Gott war. Sie glaubten an ein Glück und der Glaube gab ihnen Mut. Mut gab ihnen Glück und Glück Mut.
Es ist ein großer Verlust für den Menschen, wenn er die Überzeugung von einem weisen die Welt lenkenden Wesen verloren hat. Ich glaube, es ist eine notwendige Folge alles Studiums der Philosophie und der Natur. Man verliert zwar den Glauben an einen Gott nicht, aber es ist nicht mehr der hülfreiche Gott unserer Kindheit; es ist ein Wesen, dessen Wege nicht unsere Wege und dessen Gedanken nicht unsere Gedanken sind, und damit ist dem Hülflosen nicht sonderlich viel gedient.” Georg Christof Lichtenberg, Heft J, 855 ]

The good thing about getting lost is to be found, and I can happily tell that I found myself again.
I am curious about the future.